Während der Erste Weltkrieg Europa verwüstet und
nicht nur die Befehlshaber der preußisch-
kaiserlichen Armee Legionen junger Männer bei
grausamen Grabenkämpfen in den Tod schicken,
sollte ein Mann zum Hoffnungsträger der Nation
werden:
Freiherr Manfred von Richthofen (MATTHIAS
SCHWEIGHÖFER) ist im Alter von nur 24 Jahren der
beste Jagdflieger des Corps. Bereits zu
Lebzeiten eine Legende, beim Gegner gleichsam
gefürchtet für seine zahlreichen Abschüsse und
respektiert für seine strategische
Geschicklichkeit in unzähligen Luftkämpfen.
Gemeinsam mit seinem Kamerad und Freund Leutnant
Voss (TIL SCHWEIGER) und den Jugendfreunden
Sternberg (MAXIM MEHMET) und Lehmann (HANNO
KOFFLER) lässt sich der junge von Richthofen von
seiner preußischen Disziplin und fliegerischen
Umsicht nicht davon abhalten, gegen Befehle zu
verstoßen, um damit die Autorität seiner
Vorgesetzten, allen voran Oberleutnant
Bodenschatz (STEFFEN SCHROEDER), immer wieder
auf charmante Weise zu untergraben.
Es ist der ritterliche Ehrenkodex der Piloten,
der ihm gebietet, unerlaubt Feindesland zu
überfliegen, um einem gefallenen, gegnerischen
Piloten den letzten Respekt zu erweisen. Bei
einer dieser riskanten Exkursionen kommt es zum
feindseligen Aufeinandertreffen mit dem
kanadischen Piloten Captain Roy Brown (JOSEPH
FIENNES), der aber gleich im ersten Luftduell
gegen von Richthofen der Unterlegene ist und
schwer getroffen abstürzt. Als von Richthofen
Browns Absturzstelle aufsucht, eigentlich um
seine Trophäensammlung zu erweitern, und dabei
dem schwer verletzten Piloten das Leben rettet,
trifft er inmitten der Kriegswirren auf die
Krankenschwester Käte (LENA HEADEY). Das
Fliegerass verliebt sich auf den ersten Blick in
die ebenso attraktive wie resolute Frau. Doch
zunächst scheinen seine Avancen auf wenig
Gegenliebe zu stoßen – Käte hält nichts von dem
bubenhaften Ignoranten, der seine Jagd-Einsätze
in den Lüften als Sport betrachtet und die
gefährlichen Konsequenzen seiner Einsätze
ausblendet.
Wenig später wird von Richthofen dank seiner
Verdienste mit der höchsten preußischen
Tapferkeitsmedaille „Pour Le Mérite“
ausgezeichnet und erhält das Kommando über sein
eigenes Jagdflieger-Geschwader, die Jasta 11
(Jagdstaffel), zu dem der erfahrene und zugleich
exzentrische Pilot Leutnant Wolff (TINO MEWES)
hinzu stößt. Aus propagandistischen Motiven der
Obersten Heeresleitung stellt man von Richthofen
auch seinen jüngeren Bruder Lothar (VOLKER
BRUCH) zur Seite.
Nicht genug damit, dass von Richthofen fortan
seinen heißblütigen und patriotischen Bruder
zügeln muss, dessen kriegerischer Ehrgeiz die
Piloten der Jasta jederzeit das Leben kosten
könnte. Manfred von Richthofen wird als Held
wider Willen nach und nach von der Heeresleitung
zum Idol für die Soldaten auf den
Schlachtfeldern hochstilisiert. Von
Generalfeldmarschall Hindenburg (Josef Vinklár)
und Kaiser Wilhelm II (Ladislav Frej) persönlich
belobigt und ins Gebet genommen, muss er nun
nicht nur all sein strategisches Geschick
beweisen, wenn die numerisch weit überlegenen
Alliierten nächtliche Überraschungsangriffe
starten, sondern auch dem politischen Druck
standhalten, der ihn zwischen
Verantwortungsgefühl und Freiheitsdrang fast
zerreißt.
Immer wieder sucht er den Kontakt zu Käte und
erobert schließlich auch ihr Herz. Doch die
Liebe hat ihren Preis und weit reichende Folgen:
Käte besteht darauf, dass von Richthofen den
Befehlen der obersten Heeresleitung Folge
leistet und fortan keine Einsätze mehr fliegt,
sondern vom sicheren Boden aus das Kommando
seiner Piloten führt. Sie macht ihm
unmissverständlich klar, dass sie nicht in
fortwährender Angst um ihn leben möchte und
führt ihm mit aller Härte und Konsequenz die
Gräuel des Krieges vor Augen. Manfred von
Richthofen muss erkennen, dass die Schlachten in
den Gräben nichts mehr mit Ritterlichkeit und
Ehre zu tun haben. In diesem neuen Bewusstsein
ist Manfred von Richthofen gezwungen, seine
bisherige Einstellung zum Krieg in Frage zu
stellen.
Kann er weiterhin seiner seit Jugendtagen
verspürten Passion für das Fliegen und dem
sportlichen Ehrgeiz, den die Luftduelle in ihm
wecken, nachgehen, während ringsherum die
Menschen sterben und nach und nach auch seine
engsten Freunde dem Krieg zum Opfer fallen? Und
was für eine Position sollte er als
Verantwortlicher für das Leben sämtlicher
deutscher Piloten gegenüber seinen Befehlshabern
angesichts eines aussichtslosen Krieges
einnehmen?
Hin und her gerissen zwischen seinen Zweifeln,
seiner Treue und der Verpflichtung seinen
Kameraden gegenüber, fliegt er immer wieder
gegen eine sich ständig vergrößernde Übermacht
der Alliierten.
Schließlich muss auch Käte sein Dilemma
akzeptieren und einräumen, dass es das einzig
Aufrichtige für von Richthofen ist, an der Seite
seiner Kameraden zu fliegen, und wenn es das
Schicksal will auch mit ihnen zu sterben, statt
Teil der verlogenen Kriegsmaschinerie zu werden.